Lustige, kuriose & seltsame Seiten im Internet — kuratiert & auf einen Klick
Stell dir vor, es ist Silvester 2018, die Menschheit steht am Rande eines neuen Jahrzehnts, die kollektive Angst vor dem Klimawandel und Populismus brodelt unterschwellig in jedem Hirn, und genau in diesem Moment beschließt eine kreative Agentur namens makemepulse, dass das Internet eines braucht: eine interaktive Geschichte über eine nomadische Tribu. Nicht irgendeine Geschichte übrigens, sondern eine, die komplett sinnlos ist, keinen praktischen Nutzen hat und dir mehrere Minuten deines Lebens stiehlt, die du niemals zurückbekommen wirst. Und verdammt, du wirst jede Sekunde davon lieben.
Willkommen bei der Nomadic Tribe, jenem künstlerischen Webexperiment, das die Design-Community 2019 in kollektive Ekstase versetzte, als hätte man gerade das digitale Äquivalent einer Banksy-Installation entdeckt. Die Website ist im Grunde ein interaktives Märchen für das neue Jahr, eine animierte Reise durch irgendwelche Landschaften mit einer nomadischen Gemeinschaft, die dir absolut nichts über dein Leben beibringt, aber du merkst sofort, dass das nicht der Punkt ist. Der Punkt ist die Reise selbst, diese hypnotische Bewegung auf dem Bildschirm, diese sanften Animationen, die dich einlullen wie ein digitales Wiegenlied von jemanden, der zu viel Geld und zu wenig praktische Probleme hat. Es ist das Kind einer Beziehung zwischen einem Künstler, der zu viel Zeit in der Nacht durchgearbeitet hat, und einem Programmierer, der beschlossen hat, dass das Internet einfach zu langweilig für banale Zwecke ist.
Die Erfahrung selbst ist surreal im besten Sinne des Wortes. Du klickst dich durch eine Geschichte, die nicht wirklich erzählt wird, sondern eher angedeutet, geflüstert, in Bildern und Bewegungen ausgedrückt. Es geht um eine Tribu, es geht ums Reisen, es geht um Neujahr und Hoffnung und wahrscheinlich noch um tausend andere Dinge, über die du dich selbst Gedanken machen sollst, während du magisch auf eine Website starrst, die absolut nicht versucht, dir etwas zu verkaufen. Das ist das Bemerkenswerte daran: Es geht nicht um Conversion-Rate-Optimierung, nicht um Call-to-Action-Buttons, nicht um die klassischen Verbrechen des modernen Webdesigns. Stattdessen sitzt du da und fragst dich, während die Animation ablaufen, warum du das eigentlich machst, und die Antwort ist offensichtlich: weil es schön ist und völlig sinnlos, und das ist in unserer Welt voller Sinngeber eine fast revolutionäre Tat.
Die makemepulse-Agentur hatte offenbar beschlossen, dass sie, statt ihre Neujahrskarte wie normale Menschen per E-Mail zu verschicken, eine ganze Website zu bauen, auf der eine nomadische Tribu durch die digitale Landschaft wandert. Das ist nicht nur eine Fehlentscheidung von klassischer Eleganz, sondern auch eine Entscheidung, die zeigt, dass es noch Menschen gibt, die an das Internet als Kunstmedium glauben, nicht nur als Vertriebskanal. Reddit verlor kollektiv seinen Verstand über diese Website. Awwwards und FWA - jene mysteriösen Online-Gallerien für Web-Designer - erklärten dieses Ding zur Website des Monats, zur FWA Favourite, zu allem möglichen Superlativ. Menschen pinten es auf Pinterest, als hätte man gerade eine neue Kunstbewegung erfunden. Und das Schönste daran ist: Es ändert absolut nichts. Es löst keine Probleme, verkauft nichts, trägt nicht zur Produktivität der Menschheit bei. Es ist wie eine Skulptur im Internet, völlig überflüssig und deshalb absolut notwendig.
Das Ganze ist das Digital-Age-Äquivalent davon, dass jemand einen Film über Nichts macht und damit trotzdem Gold-Palmen gewinnt. Die Nomadic Tribe ist die kunstvolle Rebellion gegen die Tyrannei der Effektivität, die Zwecklosigkeit als höchste Form der künstlerischen Auseinandersetzung. Du kehrst damit heim in eine Welt, in der jede Sekunde optimiert wird, jeder Klick zu einer Conversion führen soll, und hier ist einfach mal eine Website, die dich auf eine Reise mitnimmt, ohne dir dabei zu sagen, wo du am Ende landen wirst. Amen auf die sinnlosen Websites, amen auf makemepulse, amen auf die Nomadic Tribe, die seit 2019 im Internet herumwandert und denjenigen beglückt, die noch an die Poesie des Internets glauben.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.