Lustige, kuriose & seltsame Seiten im Internet — kuratiert & auf einen Klick
Stell dir vor, es ist drei Uhr nachts, du hast sechzehn Red Bull intus, dein Herz klopft im Takt einer Dose Ravioli, und irgendwo im Internet sitzt eine Katze und spielt Bongos. Genau diese Katze hast du gefunden, und sie spielt nicht nur, sie spielt mit einer Hingabe, die dich an deinen eigenen Lebensweg erinnert, der ebenfalls von Bongos, Koffein und einer gewissen Ratlosigkeit geprägt war. Die Seite bongo.cat ist so schlicht wie ein Wasserkocher ohne Wasser: ein Bild, ein Tier, ein paar Trommeln. Du drückst eine Taste, und die Katze schlägt zu. Du drückst eine andere, und es klingt anders. Mehr passiert nicht, und genau darin liegt die ganze Größe dieses Werks.
Das Erlebnis selbst ist eine Mischung aus Meditation und Zwangsstörung. Die Katze hat einen Blick, der sagt: Ich weiß, dass dieses Leben keinen Sinn hat, aber ich schlage trotzdem auf die Bongos. Du klickst, sie trommelt, du klickst schneller, sie trommelt schneller, und irgendwann befindest du dich in einem Zustand, den Mönche in Tibet Erleuchtung nennen würden und den du selbst als Tippen mit der Tastatur-Hand auf dem Schreibtisch bezeichnest. Die Geräusche sind dabei von einer solchen Harmlosigkeit, dass man sich fragt, ob irgendwo ein Schlagzeuger aus Verzweiflung nach einer neuen Karriere sucht. Es gibt keinen Highscore, kein Ziel, keine Geschichte, nur Katze und Trommel, Trommel und Katze, bis die Morgendämmerung dich mit dem Gefühl zurücklässt, etwas Wichtiges getan zu haben, auch wenn du nicht genau sagen kannst, was.
Und jetzt wird es richtig absurd, denn das Internet hat dieses Katzentrommeln längst zu einem kleinen Universum ausgebaut. Auf Steam gibt es Bongo Cat als kostenlosen Desktop-Begleiter, der wie ein tippendes Haustier auf deinem Bildschirm herumsitzt und Textfelder kommentiert, ohne dass jemand danach gefragt hätte. Die Beschreibung dort liest sich wie eine Speisekarte aus Schlagworten, in der Casual, Relaxing, Incremental und Massively Multiplayer munter nebeneinander stehen, als handele es sich um ein Gericht aus einer Küche, die keinen Herd besitzt. Dazu kommt ein Hilferuf im Stil einer Notiz an den Kühlschrank: Bongo cat needz more hatz!!! Wer könnte da widerstehen? Die Katze braucht Hüte, und der Mensch braucht dringend Schlaf, doch das eine scheint das andere nicht auszuschließen.
Ein Nutzer auf Reddit hat zudem entdeckt, dass die Seite zwei Werbe-Cookies setzt und Google Analytics erlaubt, dir zu folgen. Die kritische Frage, was es da überhaupt zu verfolgen gibt, bleibt unbeantwortet, aber sie ist so herrlich unverschämt, dass man sie beinahe bewundern muss. Du verfolgst eine Katze, die Bongos spielt, und das Internet verfolgt dich dabei, wie du sie verfolgst. Ein Kreislauf aus Beobachtung und Trommelei, der den modernen Menschen treffender beschreibt als jedes Soziologiebuch. Hinzu kommt, dass eine verwandte Domain, bongocat-game.com, inzwischen bei Porkbun abgelaufen ist und bald gelöscht wird. Die Bongo-Katze überlebt also nur dort, wo sie sich bereits eingerichtet hat, und verschwindet wie ein Traum, dessen Einzelheiten man am Morgen nicht mehr zusammenbekommt.
Es gibt außerdem eine Google-Play-App, die dir Klavier, Marimba, Harfe, Gitarre, Ukulele, Maracas und Becken verspricht, und dich zum DJ befördert, wenn du möchtest. Du kannst dort sogar wie eine Katze klingen, was sicherlich der Höhepunkt der westlichen Musikgeschichte ist, mindestens aber ein Hinweis darauf, dass wir alle insgeheim Katzen sein möchten. Sogar ein Studio namens Bongo Cat Studios existiert, das immersive digitale Erlebnisse anbietet, und man kann sich vorstellen, wie dort ernste Menschen in Anzügen über Portfolios diskutieren, während im Hintergrund jemand leise auf eine Trommel schlägt. Im Streaming-Umfeld wiederum wurde ein Bongo-Cat-Overlay für OBS entwickelt, das mit Live2D und OpenGL arbeitet, was nach Hochtechnologie klingt und trotzdem nur eine Katze ist, die auf Bongos haut, während jemand anderes zockt.
Am Ende bleibt dir nach dieser nächtlichen Reise nur die Erkenntnis, dass die Bongo-Katze das Ideal eines digitalen Lebens verkörpert: Sie tut etwas Sinnloses mit vollem Ernst, sie tut es rhythmisch, und sie tut es unermüdlich, selbst wenn ihr Hersteller im Hintergrund Cookies verteilt. Du schließt den Tab, öffnest ihn wieder, drückst eine Taste, und die Katze schlägt zu, als hätte sie auf dich gewartet. Vielleicht ist das die wahre Botschaft dieser Seite: dass Freude nicht erklärt werden muss, sondern einfach trommelt, bis die Sonne aufgeht und der nächste Red Bull auf dich wartet.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.