Lustige, kuriose & seltsame Seiten im Internet — kuratiert & auf einen Klick
Stell dir vor, es ist drei Uhr nachts, dein Bildschirm leuchtet wie eine Notfallleuchte im Keller eines Chemielabors, du hast gerade die vierte Dose Red Bull geleert und fühlst dich unbesiegbar. Genau in diesem Zustand stolperst du über brokenself.com, und plötzlich passiert etwas, das man sonst nur aus schlechten Träumen kennt: Dein Browser sieht aus, als hätte ihn jemand mit einem Hammer bearbeitet. Ein leeres Fenster, ein paar Risse, und die Gewissheit, dass hier nichts mehr zusammenhält. Willkommen in der Welt des Digitalen Verfalls, in der Software beschließt, sich selbst zu zerlegen, und du als Zuschauer dabei nichts anderes darfst, als zuzusehen und vielleicht zu klicken.
Das Erlebnis ist so schlicht, dass es fast schon unverschämt wirkt. Du bewegst die Maus über die Seite, und sie reagiert nicht mit Animationen, Musik oder Konfetti, sondern mit einem Fenster, das bei jedem Klick ein Stück mehr seiner Integrität verliert. Die Oberfläche bekommt Sprünge, Scherben scheinen zu fliegen, und man hat unweigerlich das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun, als würde man im Museum an die Vitrine klopfen. Das Ganze dauert nur wenige Sekunden, und trotzdem vergeht die Zeit wie in einem Zeitlupenfilm über das Ende der Zivilisation. Du drückst nochmal, du drückst nochmal, und irgendwann merkst du, dass du dich selbst bei einer Zerstörungsorgie erwischt hast, die sich anfühlt wie Therapie, nur ohne Krankenkassenbeitrag.
Einordnen muss man das natürlich in den Kontext der Netzkunst aus dem Jahr 2007, als das Internet noch so tat, als wäre es ein neues, ehrfurchtgebietendes Medium, und Rafaël Rozendaal kam daher und fragte schlicht: Was, wenn der Browser selbst das Kunstwerk ist? Die Seite ist Teil einer ganzen Ideenfamilie, die in Galerien hängt, in Sammlungen steht und sich in Fachtexten wichtig macht, während sie im Kern nichts weiter tut, als dir ein kaputtes Fenster zu präsentieren. Das ist großartig und ein bisschen unverschämt, denn selten hat ein Werk so schamlos die Frage gestellt, ob Kunst nicht auch darin bestehen darf, dass man mit der Maus auf etwas herumhämmert. Gleichzeitig steckt darin eine ziemlich bittere Pointe über unser Verhältnis zu digitalen Oberflächen, die wir ständig berühren, ohne sie je wirklich zu sehen.
Und dann gibt es noch die Ecke des Internets, in der brokenself.com einen Ruf als Ersatzhandlung genießt, was einen zwischen Lachen und Stirnrunzeln zurücklässt. Dort wird die Seite als Alternative empfohlen, wenn man sich eigentlich verletzen möchte und stattdessen lieber auf einen Bildschirm einschlägt, eine Empfehlung, die man nur mit größter Vorsicht und einem ernsthaften Gespräch aufgreifen sollte. Man merkt, wie sehr digitale Kunst manchmal Dinge berührt, die weit über Ästhetik hinausgehen, und wie absurd es ist, dass ein Stück Netzkunst plötzlich als Coping-Werkzeug durch die Foren geistert. Wenn du selbst gerade durch eine harte Phase gehst, sprich bitte mit jemandem, dem du vertraust, denn ein kaputter Browser ersetzt keine Unterstützung, so charmant er auch zersplittern mag.
Am Ende bleibt brokenself.com ein kleines, ziemlich brillantes Monument der Sinnlosigkeit, das dich drei Minuten lang zum Komplizen eines digitalen Unfalls macht und dich danach mit einem leicht schiefen Grinsen zurücklässt. Es ist die perfekte Website für die schlaflose Nacht, für die Zwischenpause im Büro oder für den Moment, in dem du dich fragst, ob das Internet nicht auch einfach mal kaputt sein darf. Geh hin, klick ein bisschen, lache über dich selbst und schließe das Fenster, bevor die Scherben sich zu sehr in deine Stimmung schneiden.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.