Lustige, kuriose & seltsame Seiten im Internet — kuratiert & auf einen Klick
⚠️ Kein HTTPS — Besuch auf eigene Gefahr
Stell dir vor, du öffnest einen Browser, navigierst zu einer Domain, zahlst möglicherweise ein paar Euro für das Hosting pro Monat, und dann siehst du... kreuzende Linien. Nicht irgendwelche Linien, versteht sich, sondern die Essenz der digitalen Leere, die künstlerisch in Szene gesetzt wurde wie ein Schnitzel in einem gehobenen Restaurant, das für achtzig Euro hauptsächlich aus Luft besteht. Willkommen bei crossdivisions.com, dem Kunstprojekt von Rafaël Rozendaal aus dem Jahr 2016, das zur perfekten Verkörperung dessen geworden ist, was die modernen Künstler unter "weniger ist mehr" verstehen, während sie dabei völlig die Grenzen des Konzepts überschreiten und auf der anderen Seite wieder herauskommen, wo weniger tatsächlich Nichts ist und Nichts plötzlich tiefgründig wirkt.
Das Geniale an dieser Website ist ihre absolute Hingabe an die Sinnlosigkeit, die sie durch ihre minimalistische Ästhetik zu verschleiern versucht. Du öffnest crossdivisions.com und wirst zunächst mit geometrischen Linien konfrontiert, die sich kreuzen, teilen und wieder vereinigen, während dein Gehirn krampfhaft versucht, dahinter ein Konzept, eine Botschaft oder zumindest eine visuelle Pointe zu erkennen. Aber nein, es gibt nichts davon. Es gibt nur Linien. Schöne Linien vielleicht, elegante Linien, Linien, die von dem Programmierer Reinier Feijen mit unermüdlicher Präzision implementiert wurden, aber am Ende des Tages sind es einfach Linien auf einem schwarzen Bildschirm, die sich teilen und kreuzen wie ein Verkehrschaos auf dem Alexanderplatz, nur eben digital und ohne jeden praktischen Nutzen. Das ist genau die Art von Kunstprojekt, die man sich vorstellen muss, wenn man verstehen will, wie die zeitgenössische Kunstwelt funktioniert: Man nimmt das Einfachste, das Banalste, das Trivialste und präsentiert es unter einem Namen eines etablierten Künstlers mit einer offiziellen Jahreszahl, und plötzlich wird eine Webseite zum Kunstobjekt, das ernsthaft analysiert wird und auf Plattformen wie Are.na gesammelt wird, als handele es sich um das digitale Äquivalent der Mona Lisa.
Der wahrscheinlich beste Aspekt von crossdivisions.com ist die unfreiwillige Komik seiner wirtschaftlichen Realität. Die Website wird geschätzt auf knapp neun Euro wert zu sein, generiert täglich etwa zehn Cent Ertrag und rangiert weltweit auf Platz 275.465 bei den meistbesuchten Websites. Das bedeutet, dass es genau achtzigtausendfünfhundert oder so Websites im Internet gibt, die noch sinnloser und noch weniger besucht werden als diese Seite mit den kreuzenden Linien, was dir ein bizarres Gefühl von kosmischer Ordnung vermittelt. Rozendaal und Feijen haben also erfolgreich ein Kunstprojekt geschaffen, das einerseits anspruchsvoll genug ist, um als zeitgenössische Kunstinstallation geteilt zu werden, andererseits aber so unbedeutend, dass es praktisch unsichtbar bleibt wie ein Sandkorn auf einem Strand. Das ist tatsächlich genial in seiner Selbstverleugnung: Wenn du im Kunstbetrieb erfolgreich sein willst, schaffst du etwas, das kaum jemand bemerkt, damit die kleine Gruppe der Menschen, die es tatsächlich finden, sich besonders fühlt. Es ist das digitale Äquivalent von Künstlern, die ihre Werke für sechsstellige Summen verkaufen, die nur aus beschrifteter Wand bestehen.
Was macht diese Website nun zu einem würdigen Eintrag in der Sammlung der sinnlosesten Websites im Internet? Es ist tatsächlich die bewusste Hingabe zu einem Konzept, das völlig frei von praktischem Nutzen ist. Es geht nicht um Information, nicht um Unterhaltung, nicht um Verkauf, nicht um Bildung, nicht um Kommunikation. Es geht um Linien. Um kreuzende Linien. Das ist eine Web-2.0-Utopie, die sich selbst zu Absurdität durchgedacht hat: Das Internet erlaubt es dir, eine Domain zu registrieren und darauf Kunst zu präsentieren, und wenn deine Kunst bloß aus geometrischen Formen besteht, dann ist das eben deine künstlerische Aussage. Du könntest sagen, dass crossdivisions.com die perfekte Kunstkritik auf die Kunstwelt selbst ist, ein ironisches Kommentar auf die Beliebigkeit dessen, was als Kunst akzeptiert wird. Aber das wäre wahrscheinlich zu viel des Guten. Manchmal ist ein Kunstprojekt mit kreuzenden Linien einfach ein Kunstprojekt mit kreuzenden Linien, und genau darum ist es so wunderbar absurd.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.