Lustige, kuriose & seltsame Seiten im Internet — kuratiert & auf einen Klick
Du öffnest deepblackhole.com und plötzlich passiert das Unmögliche: nichts. Absolut nichts. Es gibt da einen schwarzen Bildschirm, schwarz wie die Seele eines Mannes, der gerade sein ganzes Geld in Bitcoin investiert hat, und dann scrollst du oder klickst du oder bewegst deine Maus und der schwarze Bildschirm wird noch schwärzer. Das ist keine Metapher. Das ist die buchstäbliche Beschreibung dessen, was hier vor sich geht. Rafaël Rozendaal hat 2010 eine Website erschaffen, die absolut nichts tut, außer dein Vertrauen in das Internet systematisch zu zerstören und dir gleichzeitig das Gefühl zu geben, dass du gerade ein Kunstwerk betrachtest. Oder ein Loch in der Realität. Oder einen Fehler in der Matrix. Es ist unklar, welche der drei Optionen die gruseligste ist.
Die Website ist so leer, so bewusst leer, so intentional sinnlos, dass sie irgendwie zum Kunstwerk wurde. Das ist das Paradoxe an dieser Seite: Sie ist so konsequent in ihrer Nutzlosigkeit, dass sie notwendig wird. Du scrollst, du wartest, du fragst dich, ob dein Browser gerade gecrasht ist oder ob das Absicht ist, und genau diese psychologische Qual ist das eigentliche Werk. Reinier Feijen hat den Code geschrieben, Sébastien de Ganay hat es in seine Sammlung aufgenommen, und jetzt existiert dieses digitale Nichts im Internet wie ein schwarzes Loch, das deine Erwartungen verschluckt und sie niemals zurückgibt. Es gibt keine Knöpfe. Es gibt keine Links. Es gibt keine versteckte Easter Eggs oder geheimen Tricks. Es gibt absolut nichts, und das ist genau das Brillante daran. Du kannst klicken, du kannst drücken, du kannst dein Smartphone werfen, aber deepblackhole.com wird dich ignorieren wie ein existentialistischer Philosophieprof, der gerade merkt, dass sein Leben kein Sinn hat.
Das Phänomen dieser Website ist tatsächlich kulturhistorisch relevant, wenn man eine bestimmte Definition von Relevanz hat, die ich gerade eben erfunden habe. Es ist Internet-Kunst im reinsten Sinne, eine Negation des Webs selbst. Während andere Websites versuchen, dich zu etwas zu bewegen, dich zum Kaufen zu ermutigen, dich mit Inhalten zu bombardieren, mit Werbung zu erdrücken, mit Daten zu ernten, macht deepblackhole.com das absolute Gegenteil: Sie weigert sich, irgendetwas zu tun. Sie ist gleichzeitig minimalistische Meditation und maximalistischer Tabu-Bruch. Sie ist wie ein Performance-Stück, bei dem der Künstler auf der Bühne steht, nichts sagt und dich vier Minuten lang anstarrt. Nicht alle sind begeistert davon. Die meisten Menschen sind verwirrt davon. Aber einige, ganz wenige, ganz seltene Menschen verstehen, dass dies eine Art Statement ist, ein provokatives Ja-Aber zur gesamten Philosophie des Internets.
Man könnte argumentieren, dass deepblackhole.com die pure Essenz des Absurden darstellt, aber das wäre zu elegant, zu intellektuell, zu anspruchsvoll formuliert. Die Wahrheit ist roher und ekstatischer: Es ist eine Website, die existiert, um dich zu trollen. Sie trollt dich nicht mit Memes oder mit Zitate, sondern mit ihrer totalen Abwesenheit von Zweck. Sie ist in der Sammlung von Sébastien de Ganay, was bedeutet, dass sie als Kunstobjekt legitim ist, dass sie einen Wert hat, dass irgendjemand dieser schwarzen Leere genug vertraut hat, um sie zu bewahren. Und vielleicht ist das das Wunderbare an dieser ganzen Sache: In einer Welt, in der jede Website dir etwas verkaufen möchte, jede Seite dich tracken will, jeder Klick monetarisiert werden soll, gibt es da diese kleine schwarze Rebellion im Internet. Diese Website, die dir nichts gibt, die dich nichts kostet, die dich nicht verfolgt, sondern dich nur in die Dunkelheit schickt und dir sagt: Viel Spaß mit dem Nichts, Freund.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.