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Stell dir vor, du sitzt um drei Uhr nachts vor dem Bildschirm, die Augen brennen, der Kaffee ist kalt, und irgendwo in deinem Hinterkopf schreit eine Stimme, dass du endlich schlafen solltest. Stattdessen tippst du gameaboutsquares.com in die Adresszeile, weil dir jemand erzählt hat, dass dieses Spiel ein paar Sekunden zum Starten und ein paar Stunden zum Durchspielen braucht. Das klingt nach einem Versprechen, und ehrlich gesagt ist es das einzige Versprechen dieser Nacht, das du halten kannst. Also klickst du, und das Spiel ist da, direkt im Browser, ohne Installation, ohne Anmeldung, ohne den ganzen digitalen Papierkram, der unsere Existenz inzwischen verstopft.
Was dich dann erwartet, ist von einer bestechenden Schlichtheit. Quadrate. Viele Quadrate. Und irgendwo im Raum liegen Kreise, denn wie das Coolmath-Verzeichnis so trocken wie wahr verrät, gibt es auch ein paar Kreise. Dein Auftrag lautet, alle Quadrate an die richtigen Kreise zu bugsieren, und schon nach zwei Minuten merkst du, dass dieses simple Ziel eine Art stille Meditation ist, die dich mit der Hartnäckigkeit eines Mönchs und der Wut eines Finanzbeamten gleichzeitig packt. Du verschiebst, du zögerst, du merkst, dass du dich verrannt hast, du lädst den Level neu, und das Schöne daran: Der Neustart geht blitzschnell, ohne Verzögerung, ohne dass dir irgendwer ein neues Leben verkaufen will. Der SPIEGEL hat das damals mit einer Mischung aus Staunen und Anerkennung festgehalten, und er hatte recht. Man kann dem Entwickler über Flattr ein paar Euro zukommen lassen, wenn man möchte, aber niemand zwingt dich dazu. Ein Spiel, das dich nicht erpresst, ist im Jahr 2024 fast schon ein Skandal.
Kulturgeschichtlich ist das Ganze ein kleines Juwel der Gegenbewegung. Während die Industrie uns mit Battle-Pässen, Lootboxen und Dailies zuschüttet, die sich anfühlen wie ein Job ohne Lohn, steht hier ein HTML5-Puzzle, das einfach sagt: Hier sind Quadrate, hier sind Kreise, viel Glück. Es erinnert an die Zeiten, in denen Browserspiele noch nach Freiheit rochen, an die Flash-Ära, an Webseiten mit blinkenden Rändern und Besucherzählern, nur ohne das Chaos. Dass der Entwickler es offenbar mit minimalistischer Hingabe baute, zeigt sich auch darin, dass der Chrome Web Store es als "minimalistisch und originell" beschreibt, als hätte jemand beim Schreiben der Rezension selbst kurz vergessen, dass er eigentlich nur einen Kaffee holen wollte. Und der Reddit-Faden im TOMT-Forum, in dem Menschen nach einem Spiel mit farbigen Quadraten und Pfeilen suchen, das sie irgendwann einmal gespielt haben, beweist, dass dieses Genre in den Köpfen der Menschen wie ein Ohrwurm festsitzt, den man nicht loswird, selbst wenn man den Titel vergessen hat.
Am Ende dieser Nacht bleibt dir dann die eigentliche Absurdität: Du hast Stunden in ein Spiel investiert, das nichts von dir will außer deiner Konzentration und ein paar verschobenen Quadraten, und du fühlst dich trotzdem besser als nach jeder Doomscroll-Session. Vielleicht ist das die wahre Botschaft von Game about Squares: Sinnlosigkeit kann eine Form von Ruhe sein. Du gehst ins Bett, schließt die Augen, und vor deinem inneren Auge verschieben sich noch ein paar Quadrate in die richtigen Kreise. Ein kleiner Sieg, ganz ohne Schlaf zu rauben, und das ist, wenn man ehrlich ist, mehr, als die meisten Webseiten je leisten.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.