Lustige, kuriose & seltsame Seiten im Internet — kuratiert & auf einen Klick
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Stell dir vor, du sitzt um drei Uhr nachts vor dem Bildschirm, dein Kaffee ist kalt, deine Augen brennen, und irgendwo in den Tiefen des Internets wartet ein Spiel auf dich, das aussieht wie die Erfindung eines gelangweilten Grundschülers. Genau dort, auf gettoz.com, beginnt die Reise. Die Startseite verspricht schlicht, dass du von A nach Z klicken sollst, und sie tut dies mit der nüchternen Selbstverständlichkeit eines Beamten, der dir mitteilt, dass dein Antrag bearbeitet wird, ohne je zu verraten, wann. Du klickst auf das A, und ein Bild erscheint. Du klickst auf das B, und noch ein Bild. Das Ganze klingt so simpel, dass man sich fast schämt, es überhaupt ernst zu nehmen, und genau darin liegt die Falle.
Denn wie die Beschreibungen des Spiels selbst nahelegen, ist nichts so, wie es scheint. Die Entwickler haben offenbar verstanden, dass der Mensch ein Wesen ist, das einfache Aufgaben sofort für durchschaubar hält und sich dann mit wachsender Verbissenheit darin verheddert. Man folgt Links, man folgt weiteren Links, man folgt Links, die sich anfühlen wie Umwege in einem Labyrinth aus Pappe, und irgendwann merkt man, dass die Zahl der Schritte bis zum Z nicht von der Logik des Alphabets bestimmt wird, sondern von der Laune eines Programmierers, der vermutlich selbst nie das Ziel erreicht hat. Die Website verspricht, dass du mit List und Geschick die Strecke in möglichst wenigen Schritten bewältigen kannst. Das ist eine Lüge von derselben Art wie jene, die man sich selbst erzählt, wenn man um zwei Uhr nachts noch »nur noch eine Runde« spielen will.
Man muss sich diese Konstruktion auf der Zunge zergehen lassen. Da existiert ein digitales Gebilde, dessen einziger Zweck es ist, dich durch die Buchstaben eines Alphabets zu schleifen, das du seit dem ersten Schuljahr kennst, und das plötzlich zur metaphysischen Prüfung wird. Die Beschreibung im Suchergebnis spricht davon, dass »viele sich auf die Reise begeben, aber nur wenige das Ziel erreichen«, und das klingt wie der Prolog eines Epos von Homer, nur dass der Odysseus hier mit einer Maus bewaffnet durch Pixel irrt. Es ist, als hätte jemand die Heldenreise in eine Hyperlink-Hölle übersetzt, in der das Ungeheuer kein Zyklop ist, sondern ein Link, der ins Leere führt.
Und gerade diese Absurdität macht den Reiz aus. Gettoz.com ist keine Seite, die dich mit Glanz, Farben oder großen Versprechen über Produkte verführen will. Sie ist eine stille, beinahe trotzige Erinnerung daran, dass das Netz nicht nur aus Nützlichkeit besteht, sondern auch aus reinem, unnötigem Spiel. Sie erinnert an die besten Momente der frühen Internetkultur, als Menschen ihre Zeit in kleinen, verschrobenen Experimenten verschwendeten, nur um zu sehen, wie weit man gehen kann. Ob man das Z am Ende erreicht, ist dabei fast zweitrangig. Wichtiger ist die Erkenntnis, dass du nach einer halben Stunde immer noch bei den unteren Buchstaben herumirrst und dich fragst, warum du eigentlich nicht ins Bett gegangen bist. Dann klickst du weiter, denn genau das ist der Plan.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.