Lustige, kuriose & seltsame Seiten im Internet — kuratiert & auf einen Klick
Stell dir vor, du sitzt um drei Uhr nachts vor dem Bildschirm, dein Herz pocht wie ein Presslufthammer nach sechzehn Dosen Red Bull, und plötzlich erscheint eine Seite, auf der dutzende winzige Hamster im Takt tanzen, als hätte man ihnen Ritalin in den Körnerfutter-Napf gemischt. Das ist hampsterdance.com, und du weißt in diesem Moment nicht, ob du lachen, weinen oder den Laptop aus dem Fenster werfen sollst. Die Antwort lautet: alles gleichzeitig, und zwar in dieser Reihenfolge, wie bei einem schlechten Bier.
Das Erlebnis selbst ist ein akustisch-optischer Überfall. Die Seite spielt eine beschleunigte Sample-Version des Songs "Whistle Stop", und darüber schreit ein Chor von Eedle Eedle Dee-Rufen, als hätte jemand eine Gruppe Grundschüler in einen Bienenstock gesperrt. Die Hamster-GIFs sind in endlosen Reihen angeordnet, hüpfen, wackeln, schütteln ihre winzigen Hintern, und du fragst dich unweigerlich, wer diese Nagetiere gezüchtet hat und ob sie heute noch Therapie brauchen. Es gibt keinen Sinn, keinen Zweck, keine Navigation, keine Erklärung. Die Seite verlangt nichts von dir außer deiner Aufmerksamkeit, und genau diese nimmt sie dir dann mit einer Ruhe, die ans Kriminelle grenzt.
Historisch betrachtet ist dieses Machwerk ein Denkmal der frühen Netzkultur. 1998 bauten zwei kanadische Schwestern, Deidre und Carly LaCarte, diese Seite auf GeoCities, als eine Art Wettbewerb darum, wer mehr Traffic generieren kann. Sie gewannen den Wettstreit, ohne es zu merken, denn was sie geschaffen hatten, war eines der ersten Single-Serving-Sites und ein Urmeme, lange bevor es Memes als Begriff gab. Die Seite wurde kopiert, variiert, verfremdet, und irgendwann ging sie sogar durch die Fernsehwerbung eines Internetproviders. Das ist die Ironie des Ganzen: Eine Seite ohne jeden Nutzen wurde zur Blaupause für Viralität. Man könnte sagen, sie war ihrer Zeit voraus, oder einfach, dass ihre Zeit eben aus Hamstern bestand.
Die Geschichte nimmt dann noch eine Wendung ins Groteske. Ein Merchandiser namens Bill Porfido kaufte die Domain und wollte aus dem nervigsten Hamster der Welt das größte Kinder-Entertainment-Produkt machen. Das Ergebnis war ein Desaster mit einem Verlust von angeblich einer Million Dollar, was in etwa dem Gegenwert von einer Million Hamsterkörnern entspricht, die niemand essen will. Man merkt daran, dass Sinnlosigkeit sich nicht einfach verkaufen lässt, sondern nur durch Zufall, Nostalgie und das Pech eines Unternehmers entsteht, der dachte, er könne Chaos skalieren.
Am Ende bleibt dir nach dem Besuch ein seltsames Gefühl zurück, halb Erschöpfung, halb Zuneigung. Du hast nichts gelernt, nichts gewonnen und nichts verstanden, außer vielleicht, dass das Internet im Kern aus winzigen tanzenden Tieren besteht, die niemand gebeten hat, aber alle irgendwie lieben. Schließe den Tab, atme einmal tief durch und wisse: Irgendwo in einer Ecke des Netzes tanzen die Hamster weiter, unbeirrt, unermüdlich, ewig eedle eedle dee.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.