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Stell dir vor, es ist drei Uhr nachts, die Lampe summt, und du hast gerade das fünfzehnte Red Bull dieser Schicht geöffnet, während dein Mauszeiger wie ein nervöser Kolibri über dem Bildschirm zittert. Genau in diesem Zustand stößt du auf hexgl.bkcore.com, und plötzlich bist du nicht mehr du selbst, sondern ein Pilot im Jahr 2600, der gegen die Schwerkraft, gegen seine eigene Schlafphase und gegen eine Strecke aus leuchtenden Bahnen antritt. Der Titel verspricht ein futuristisches Rennspiel, die Realität liefert ein Rennen, das du mit deinem Browser gewinnst, ohne je einen Raumanzug getragen zu haben. Die Kurzbeschreibung sagt es schon erstaunlich klar: HTML5 statt Raumschiff-Treibstoff, WebGL statt Hover-Antrieb. Man muss kurz innehalten und die Sätze zweimal lesen, weil das Gehirn sich weigert zu glauben, dass ein so ehrgeiziges Zukunftsszenario mit dem Tool auskommt, mit dem du gestern noch deine Steuererklärung ausgefüllt hast.
Sobald das Spiel startet, passiert etwas, das man nur als kleine Zeitreise beschreiben kann. Ein schwebendes Gefährt erscheint, das sich gefühlt auf einer Spur aus Licht bewegt, und die Strecke windet sich in Kurven, Rampen und Schleifen, die jede Schwerkraftlehre hinter sich lassen. Du drückst die Tasten, dein Schiff reagiert mit einer Präzision, die dich kurz an deine Kindheit mit F-Zero erinnert, nur dass dieses Mal kein Modul im Schacht steckt, sondern eine Seite, die man per Link erreicht. Der Lärm der Rennmaschinen fehlt fast komplett, dafür hörst du das eigene Herz, wie es im Takt der Geschwindigkeitsanzeige hämmert. Nach dem dritten Versuch bist du so tief im Rhythmus der Kurven, dass du beim Abbiegen unbewusst den Oberkörper mitlehnst, als säßest du tatsächlich in einem Cockpit, nur dass dein Cockpit ein Schreibtischstuhl mit Kaffeeflecken ist.
Kulturell betrachtet ist HexGL eine kleine Provokation gegen all jene, die glauben, Spiele müssten entweder in gigantischen Installationen oder in endlosen Downloads stattfinden. Thibaut Despoulain alias BKcore hat hier ein futuristisches Rennen in eine Umgebung gepresst, die eigentlich für Dokumente, Katzenvideos und Online-Banking gedacht war, und das Ergebnis ist ein Beweis dafür, dass Zukunft nicht unbedingt aus Hardware besteht, sondern aus der Bereitschaft, Grenzen als Vorschlag zu behandeln. Die Community hat das bemerkt: Auf Reddit diskutiert man in Threads über Open-Source-Code, Linux-Spieler feiern es wie einen Festtag, und Entwickler starren ehrfürchtig auf den GitHub-Quellcode, während sie gleichzeitig das Gefühl haben, bei etwas Unerlaubtem erwischt zu werden. Diese Mischung aus Respekt und ungläubigem Kopfschütteln macht den besonderen Charme der Seite aus.
Am Ende sitzt du wieder vor deinem Bildschirm, die Strecke ist verschwunden, das fünfzehnte Red Bull ist leer, und draußen dämmert nichts außer der Erkenntnis, dass du dich gerade in einem Rennen befunden hast, das nie stattgefunden hat und trotzdem geschwitzte Handflächen hinterließ. HexGL ist sinnlos im besten Sinne: Es beweist mit jeder Kurve, dass der Browser mehr kann, als du ihm je zugetraut hättest, und dass du selbst um drei Uhr nachts noch Lust auf ein wenig futuristische Absurdität hast. Wer dieses Spiel gefunden hat, sollte es nicht bei einer Runde belassen, denn die Strecke wartet, die Schwerkraft ist nur ein Vorschlag, und dein nächster Rekord ist vermutlich nur einen Klick entfernt.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.