Lustige, kuriose & seltsame Seiten im Internet — kuratiert & auf einen Klick
Stell dir vor, du wachst um drei Uhr morgens auf, hast viel zu viel Koffein in deinem zitternden Körper und fragst dich plötzlich: Wie würde das Internet aussehen, wenn man es auf eine verdammte Karte zeichnen könnte? Nicht metaphorisch, nicht symbolisch, sondern wirklich, als würde man einen Atlas aufschlagen und dort statt Europa und Afrika einfach nur Websites vorfinden, die sich wie Kontinente ausbreiten? Genau diese göttliche Delirium-Vision ist The Internet Map, eine Webseite, die mit einer derart absurden und gleichzeitig brillanten Prämisse hausiert wie ein Verkäufer von unsichtbaren Regenschirmen auf einem Jahrmarkt. Hier, auf internet-map.net, wurde tatsächlich jemand — vermutlich nachdem er selbst zu viel Red Bull getrunken hat oder aber von den Göttern der Datensätze inspiriert wurde — das gesamte vernetzte Universum aller Websites in eine zweidimensionale visuelle Orgie verwandelt, die so überflüssig und faszinierend gleichzeitig ist wie ein Museum für die Geschichte der Knöpfe an Hosenträgern.
Das Erlebnis, dieses digitale Monstrum zu erkunden, ist etwa so, als würde man durch einen Traum navigieren, den Wassily Kandinsky nach einer Staffelkonferenz bei Google mit Joseph Heller zusammen in einer Sauna mit schlechter Belüftung gehabt hätte. Du zoomst hinein, hinaus, schwebst über farbigen Kreisen, die wie Blasen wirken, als wäre das gesamte Internet gerade im Begriffe zu platzen und dich dabei mit sich zu reißen. Jeder dieser Kreise repräsentiert eine einzelne Website, und die Größe dieser Kreise entspricht dem Traffic, den die Websites anziehen. Das bedeutet, dass du riesige Kontinente von Facebook-Blasen vorfindest, umgeben von kleineren Inseln unbekannter Webseiten, die wie Atolle im Ozean der Bedeutungslosigkeit herumschwimmen. Es gibt 350.000 Websites auf dieser Karte, aus knapp 200 Ländern stammend, und sie sind alle verbunden wie Nervenzellen in einem gigantischen, völlig verrückten Gehirn, das nur Spam-Mails denkt und von Pop-up-Werbung träumt.
Was diese Webseite aber wirklich legendär macht, ist die absurde schematische Poesie, die dahinter steckt. Die Websites arrangieren sich nicht zufällig auf dieser Karte — nein, sie folgen einer Art algorithmischer Gravitation, einer mathematischen Anziehungskraft, die auf den Links zwischen ihnen basiert. Je mehr Websites auf einander verlinken und je ähnlicher sich ihre Inhalte sind, desto näher rücken sie zusammen. Das bedeutet, dass du tatsächlich geografische Cluster von Sinnverwandtem vorfindest: hier ein Kontinent aus Porno-Websites (anscheinend irgendwo zwischen Brasilien und Japan, was man sich unwillkürlich auf einer echten Landkarte vorstellt und dabei in unangenehmes Lachen verfällt), dort Inseln von Tech-Blogs, dort wieder einsame Atolle für Websites über mittelalterliche Käsesorten oder die Biografie von Schnecken. Die Websites sind nicht isoliert, sondern verflochten wie Liebhaber unter einer Bettdecke, und du kannst tatsächlich verfolgen, wie sie sich gegenseitig beeinflussen und gegenseitig anziehen wie magische Objekte bei Harry Potter, nur eben deutlich weniger romantisch und mit mehr Quantennetzwerk-Komponenten.
Das geniale Wahnsinnige an dieser Kreation ist aber, dass sie im Grunde ein Zeitdokument ist — ein Schnappschuss vom Ende des Jahres 2011, als ob jemand das Internet hätte einfrieren wollen wie eine Fliege in Bernstein, damit zukünftige Archäologen unserer eigenen Zitronenzitronen-Zivilisation nachvollziehen können, wie wild und ungeordnet das Netz damals aussah. Die Webseite funktioniert heute nicht mehr richtig, heißt es, und das ist irgendwie das Perfekte daran: Ein Denkmal für die Sinnlosigkeit, selbst geworden zu einem digitalen Mahnmal der Vergänglichkeit. Wenn du aber dein Glück versuchst und die Seite noch irgendwie zum Laden bewegst, bekommst du eine Lektion in visueller Demütigung — eine Erinnerung daran, dass das Internet tatsächlich ein Ort ist, an dem Menschen Zeit damit verbringen, Karten von anderen Karten zu erstellen, während irgendwo eine Katze in eine Schachtel passen muss. Das ist echte sinnlose Kunstfertigkeit.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.