Lustige, kuriose & seltsame Seiten im Internet — kuratiert & auf einen Klick
Stell dir vor, es ist drei Uhr morgens, du sitzt vor deinem Monitor mit einer Tasse kaltem Kaffee, die du vor vier Stunden gemacht hast, und dann stolperst du über eine Website, die buchstäblich nur aus einem einzigen, genialen Konzept besteht: Kim Jong-Il schaut sich Dinge an. Nicht metaphorisch, nicht als tiefgründige politische Kritik versteckt hinter mehrschichtiger Symbolik — nein, buchstäblich nur Kim Jong-Il, wie er auf alltägliche Gegenstände starrt. Fische. Soldaten. Grillschweine. Ein Mann, der unter einem Regime geboren wurde, das Realität als optionale Suggestion betrachtet, schaut einfach nur auf Zeug. Das ist die ganze Website. Und irgendwie, in diesem Moment zwischen absoluter Realität und vollständiger absurder Verwirrung, begreifst du, dass du gerade etwas Heiliges gefunden hast. Ein Tumblr-Blog, das sein könnte, hat aber wahrscheinlich nicht sein sollte, und dennoch existiert es mit der stillen Gewissheit eines Monuments für Unsinn.
Das Erlebnis, auf dieser Website herumzuklicken — oder besser gesagt: sie zu scrollieren, weil es ja ein Tumblr ist und Scrolling ist das einzige, was man dort tun kann — ist ungefähr so, als würde man zusehen, wie jemand methodisch einen Schrank öffnet und dir hundertfach das gleiche Bild zeigt, aber du kannst nicht aufhören zu schauen. Der Blog ist getränkt in dieser speziellen Art von britischem Humor, der gleichzeitig brutal präzise und absolut sinnlos ist. "The Dear Leader liked to look at things" steht unter jedem Bild, als würde man das Epitaph eines Mannes schreiben, dessen größte historische Leistung darin bestand, verdammt gut starren zu können. Die Fotografie ist eine ernsthafte Kunst, das weißt du vermutlich. Menschen studieren Jahre, um zu lernen, wie man Licht einfängt, wie man Komposition versteht, wie man Emotionen durch visuelle Sprache transportiert. Dieser Blog sagt: "Vergiss alles. Der Witz ist, dass er einfach guckt." Und es funktioniert. Es funktioniert unglaublich gut.
Was dich wirklich umbringt — und hier wird es philosophisch, wie bei jemandem, der zu viel Energy-Drink getrunken hat und plötzlich über das Wesen der Menschheit nachdenkt — ist die Tatsache, dass dies tatsächlich ein Kunstprojekt ist. Ein portugiesischer Art Director hat das mit Bedacht gemacht. Mit Voraussicht. Mit der klaren Absicht, etwas zu schaffen, das gleichzeitig so unwichtig und so ironisch präzise ist, dass es zum Klassiker des absurden Internets wurde. Die Bewertungen sprechen für sich: "Brill! Und die Nordkoreaner werden nicht mal rausfinden, was daran so lustig ist!" Das ist die Essenz moderner Kunstkritik, gepackt in einen Satz von jemandem, der vermutlich genau so verwirrt ist wie du. Es gibt auch jemanden, der schreibt, Kim Jong-Il klinge nach einem furchtbaren Typen — was stimmt, technisch — aber auch, dass er "furchtbar niedlich" sei. Das ist die kognitive Dissonanz unserer Zeit, mein Freund. Wir leben in einer Welt, in der du einen brutalen Diktator gleichzeitig fürchten und lustig finden kannst, weil ein Blog ihn nur beim Anstarren von Fischen zeigt.
Und dann ist da noch die Metaebene der Absurdität: Das Blog wurde mit so viel Hingabe gepflegt, dass es sogar Nachahmer bekam. "Kim Jong-Un Looking at Things" folgte derselben heiligen Struktur. Das Internet hat eine Spinoff-Industrie für "Diktatoren, die auf Dinge schauen" geschaffen. Das ist die moderne Kulturlandschaft. Das ist, wo wir gelandet sind. Ein portugiesischer Künstler hat eine Website über einen toten nordkoreanischen Diktator gemacht, der auf Dinge schaut, und statt dass die Website nach zwei Wochen vergessen wird wie 99,9 Prozent aller Internetinhalte, wird sie zu einem kulturellen Referenzpunkt. Sie bekommt Wikipedia-Einträge. Bewertungen. Menschen schreiben sehnsüchtig darüber, "in memoriam". Die Website selbst wurde irgendwann nicht mehr aktualisiert, weil dem Schöpfer die Fotos ausgingen, eine Erkenntnis, die so poetisch ist, dass sie in einem Roman stehen könnte. Sogar die Unsinnigkeit hat ihre Grenzen. Sogar die Absurdität braucht irgendwann mal Material.
Diese Website ist nicht nur sinnlos. Sie ist auch das perfekte Spiegelbild dessen, was das Internet in seiner reinsten Form sein könnte: eine Plattform, auf der jemand sein verrücktestes, bedeutungslosigstes Konzept in die Welt schmeißen kann und es wird nicht ignoriert, sondern gefeiert. Es wird zu einer Kunstform. Es wird zum Kult. "Kim Jong-Il looking at things" ist das, was passiert, wenn absolute Absurdität auf absolute Brillanz trifft und sich dann einfach hinsetzen und gemeinsam stumm auf etwas starren. Und du kannst nur mitstarren. Denn das ist alles, was es gibt. Nur das Starren. Nur die Dinge. Nur der Dear Leader. Gute Nacht, süßer Prince.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.