Lustige, kuriose & seltsame Seiten im Internet — kuratiert & auf einen Klick
Stell dir vor, es ist drei Uhr nachts, dein Kaffee ist kalt, dein Verstand hat sich längst verabschiedet, und du klickst dich durch das Internet wie ein Kugelblitz auf Koffein. Irgendwo zwischen einer Katzenvideo-Endlosschleife und einem Forum über Trockenfrüchte stolperst du über mondrianandme.com, und plötzlich ist alles gut. Die Seite heißt schlicht Mondrian And Me, und sie verspricht dir, bunte Rechtecke zu malen wie der große Piet Mondrian höchstpersönlich, nur dass du dafür weder Pinsel noch Leinwand, noch einen Funken Talent brauchst. Du brauchst nur deine Maus, deine Verzweiflung und die Bereitschaft, dich auf etwas völlig Nutzloses einzulassen.
Und genau das passiert dann auch. Du bewegst den Cursor über eine weiße Fläche, klickst hier und da, und schon fühlst du dich, als hättest du gerade die Sixtinische Kapelle in Rechtecken nachgebaut. Die Oberfläche ist so schlicht wie ein Ikea-Regal, aber mit der fanatischen Hingabe eines Mönchs, der Pergament illuminiert, widmest du dich jedem einzelnen schwarzen Strich und jeder roten, gelben oder blauen Fläche. Es gibt keine Punkte, keine Ziele, keine Belohnung außer dem stillen Triumph, dass dein Werk nun aus genau den Elementen besteht, die Mondrian in den 1920er-Jahren zum Kanon erhob. Du bist plötzlich Kurator deiner eigenen Ausstellung im Wohnzimmer des Nichts.
Die Seite ist übrigens kein Zufall, sondern Teil einer kleinen, herrlich schrulligen Subkultur. Ihr Entwickler Tim Holman hat sie als "Useless Website" veröffentlicht, also als bewusst zwecklose Netzspielerei, und sie ist im Kosmos von The Useless Web gelandet, jener Sammlung digitaler Fingerübungen, die einzig und allein deshalb existieren, weil man es kann. Dass sie auf GitHub mit Forks und Varianten herumgeistert, zeigt, wie sehr Programmierer diesen Geist der sinnfreien Verspieltheit lieben. Man baut etwas, das niemand braucht, und genau darin liegt die Pointe. Mondrian selbst hätte vermutlich die Stirn gerunzelt, denn er suchte nach universeller Harmonie und reiner Form, nicht nach einem Browser-Zeitvertreib für Nachtschwärmer. Doch genau diese Spannung macht den Reiz aus: Ein Künstler des Rasters wird zum Spielzeug für Menschen, die um drei Uhr morgens nicht mehr wissen, wohin mit ihrer Energie.
Am Ende bleibt dir dann ein Bildschirm voller Rechtecke, den du stolz anstarrst wie ein Kind sein erstes Bauklotzhaus. Niemand wird ihn je hängen, niemand wird ihn verkaufen, und trotzdem hast du für einen kurzen, glorreichen Moment das Gefühl gehabt, Kunst zu machen. Mondrian And Me ist damit eine Seite, die dir nichts gibt außer genau diesem Gefühl, und vielleicht ist das die ehrlichste Form von Sinnlosigkeit, die das Netz zu bieten hat. Schließ den Tab, geh schlafen, und denk morgen daran: Irgendwo in dir wohnt ein Mondrian, und er wartet nur darauf, wieder um drei Uhr nachts geweckt zu werden.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.