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Stell dir vor, du betrittst ein Museum, aber dieses Museum ist nicht nur gigantisch, sondern auch völlig durchgeknallt: Die Wände sind lebende, atmende Organe aus Sound, die sich ständig selbst reorganisieren, und überall hängen Schilder mit sarkastischen Kommentaren, die dich mit ihrer Präzision und ihrem Zynismus zugleich beleidigen und erleuchten. Willkommen bei Ishkur's Guide to Electronic Music, einer der großartigsten Zeitverschwendungen im Internet, die gleichzeitig das beste Werk der digitalen Musikethnologie darstellt, das je erschaffen wurde. Diese Website ist das musikalische Äquivalent einer russischen Matroschka-Puppe, die man öffnet und feststellt, dass jede innere Puppe auch noch mit mikroskopischen Inschriften versehen ist. Der Erfinder, ein kanadischer Gott namens Kenneth John Taylor (alias Ishkur), hat sich in den späten 1990ern offenbar in sein Schlafzimmer zurückgezogen und ist erst wieder herausgekommen, um uns diese interaktive Landkarte der absoluten elektronischen Musik-Verwirrtheit zu präsentieren.
Das Erlebnis selbst ist schwer zu beschreiben, ohne dass du selbst dort warst, aber versuchen wir es: Du siehst auf deinem Bildschirm etwas, das aussieht wie eine Mischung aus einer Seekarte der Bermuda-Dreiecke, einem Organismus unter dem Mikroskop und einem Stammbaum einer königlichen Familie, die dafür bekannt ist, in den letzten 150 Jahren etwas zu viel untereinander geheiratet zu haben. Es gibt 153 Subgenres und 818 Soundbeispiele, die darauf warten, dein Gehirn in neue Dimensionen zu befördern. Du kannst auf verschiedene Blasen, Linien und Verzweigungen klicken und plötzlich wirst du mit Audio-Samples bombardiert, während gleichzeitig längliche Textblöcke erscheinen, die die Geschichte und Philosophie von Genres erklären, die du nicht wusstest, dass sie existieren. Hast du je von "Darkcore" gehört? Oder "Witch House"? Oder "UK Garage"? Genau, weil Ishkur nicht nur eine einfache Liste erstellt hat wie ein normaler Mensch, sondern stattdessen eine nicht-euklidische Geometrie aus Sound und Subtext geschaffen hat. Du klickst auf "House" und plötzlich öffnen sich hundert neue Universen: Tech House, Progressive House, Deep House, Acid House und natürlich auch die Varianten dieser Varianten. Es ist, als würde jemand versuchen, das gesamte Universum in einem einzelnen Flash-Spiel unterzubringen.
Was dieses Projekt wahrhaft absurd macht, ist nicht nur die schiere Menge an Informationen oder die obsessive Detailorientierung eines Mannes, der offenbar beschlossen hat, dass die Menschheit sein Verständnis der elektronischen Musik teilen muss. Nein, es ist die Tatsache, dass jede Gattung mit witzig-sarkastischen Kommentaren versehen ist, die dich gleichzeitig unterrichten und beleidigen. Ishkur ist nicht einfach nur ein Musik-Bibliothekar, er ist ein Musik-Bibliothekar mit Haltung, mit Vorurteilen und mit einer bemerkenswerten Fähigkeit, drei Zeilen zu schreiben, die mehr über ein Genre aussagen als ganze akademische Arbeiten. Die Website wurde 1999 erstellt, als das Internet noch damit beschäftigt war, zu entscheiden, ob es dauerhaft sein würde, und Ishkur entschied: "Nein, ich werde eine unendliche Bibliothek bauen, die für immer wachsen wird." Die ursprüngliche Version wurde zu einer Legende unter Musiknerds, und jetzt gibt es eine Version 2.0, die bis etwa 2018 reicht und alle neuen Mikro-Subgenres enthält, die in den letzten zwei Jahrzehnten entstanden sind. Das ist, was Schlaflosigkeit aussieht, wenn sie digitalisiert wird.
Das kulturelle Phänomen dahinter ist das wahrhaft Verrückte: Diese Website ist gleichzeitig völlig unnötig und völlig unverzichtbar. Kein Mensch braucht wirklich 153 Subgenres, um Musik zu verstehen. Und doch: Wenn du versuchst, jemandem die Unterschied zwischen "Tech House" und "Techno" zu erklären, oder wenn du dich fragst, ob "Chillwave" wirklich ein echtes Genre ist (Spoiler: ja, laut Ishkur, und er hat Beweis-Tracks dafür), dann ist dies deine Bibel. Die Website ist ein Denkmal für die menschliche Fähigkeit, Dinge zu kategorisieren, bis zur vollständigen Absurdität vorzudringen. Es ist akademische Rigorosität getroffen auf totalen Musikverrücktheit. Sie ist gleichzeitig ein Kunstwerk, ein Lehrbuch, ein Meme und ein sehr detailliertes Beispiel dafür, wie jemand sein Leben einer Sache widmen kann, die absolut keine praktische Anwendung hat, die aber trotzdem irgendwie absolut essential ist. Du wirst dort Stunden verbringen und am Ende nicht mehr wissen, ob du etwas Wichtiges gelernt oder einfach nur in einen elektronischen Kaninchenbau gefallen bist, aus dem es kein Zurück gibt. Und das ist genau das, was sinnlose Webseiten sein sollten.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.