Lustige, kuriose & seltsame Seiten im Internet — kuratiert & auf einen Klick
Stell dir vor, es ist irgendwann um das Jahr 2000 herum, das Internet ist noch jung und ungezähmt wie ein wildes Tier, das gerade aus seinem Käfig entkommen ist, und irgendein Wahnsinniger namens Mahlon Smith — der sich selbst als "Scientist" vorstellt, was bereits das erste absurde Signal sein sollte — beschließt, dass die Welt nicht genug hat von den alltäglichen Problemen, den nervigen E-Mails und den langsamen 56k-Modems, sondern vielmehr einen tieferen Blick in die Seele der Verwesung braucht. Das Stinkymeat Project ist nicht einfach nur eine Website, sondern eine künstlerische Manifestation der menschlichen Fähigkeit, Zeit für völlig unnötige Dinge zu verschwenden und diese Verschwendung dann auch noch dokumentieren zu wollen — und genau hier liegt sein verdammter Genie. Smith nimmt drei verschiedene Fleischsorten, genauer gesagt ein Steak, Rinderhackfleisch und Würstchen, legt sie auf einen Teller und stellt diesen Haupt-Kunstwerk neunzehn Tage lang in die brütende Sonne, als würde er damit nicht nur Fleisch, sondern die gesamte menschliche Zivilisation zerfallen lassen. Das ist nicht Wissenschaft im klassischen Sinne, das ist Provokation mit Charme, das ist der digitale Äquivalent zu einem Künstler, der einen Fisch in Formaldehyd legt und damit in die Kunstgeschichte eingeht.
Das Erlebnis, diese Website zu besuchen — oder zumindest die Legenden darüber zu lesen, denn das Original existiert mittlerweile nicht mehr, was das Ganze nur noch mystischer macht — ist vergleichbar mit dem Durchblättern eines naturwissenschaftlichen Tagebuchs eines Mannes, der völlig den Verstand verloren hat, aber die richtige Ausrüstung zum Fotografieren besitzt. Tag für Tag dokumentiert Smith mit einer wissenschaftlichen Pedanterie, die man nur als heroisch bezeichnen kann, wie sein Fleisch unter der erbarmungslosen Sonne langsam zerfällt, verfärbt sich, zu faulen beginnt und schließlich zu einer Art organischen Ölgemälde verkommt, das nur noch aus Farben besteht, die die Natur in ihrer Grausamkeit erfunden hat. Die Fotos selbst sind wahrscheinlich ekelerregend, faszinierend und langweilig gleichzeitig — was sie zu echten Meisterwerken der Absurdität macht. Es geht nicht um das Fleisch selbst, verstehst du, es geht um die reine Dokumentation, die pedantische Aufzeichnung des Vergehens, die Transformation von etwas Essbarem in etwas Widerliches. Das ist Kunst in ihrer reinsten, unvermittelsten Form, wenn man bereit ist, seinen geistigen Maßstab für Kunstformen komplett neu zu justieren.
Was das Stinkymeat Project zu einem kulturellen Phänomen machte — und ja, es war tatsächlich beliebt genug, um in WIRED und auf Boing Boing erwähnt zu werden, diese verfluchten Trendsetter — ist die pure Konfrontation mit dem Unnötigen. Hier ist ein Mann, der nicht heilt, nicht hilft, nicht aufbaut, sondern reine Zeit und Energie in die Dokumentation von biologischem Verfall investiert. Es ist, als würde man seine Nachbarn einladen, um ihm beim Sterben seines Gemüsegartens zuzuschauen. Die Popularität offenbart etwas Tiefes über die menschliche Psyche: Wir sind fasziniert von Chaos, von Verfallsprozessen, von der morbiden Schönheit der Auflösung. Smith war dem Publikum einen Spiegel vors Gesicht haltend, nur dass dieser Spiegel aus verrottendem Fleisch bestand. Und genau das ist übrigens auch der Grund, warum das Projekt kein einfaches Portfolio über die Jahre hinweg wurde, sondern die Mythologie dahinter immer größer wurde — es ist verloren, es ist unerreichbar, es ist zum Phantom geworden in der digitalen Archäologie. Das macht es natürlich noch attraktiver. Das Original-Projekt wurde sogar in Form eines Sequels namens Stinkyfeet fortgesetzt, weil apparently Smith dachte: "Gut, das Fleisch war erfolgreich, jetzt lasse ich Füße verfaulen, und zwar in einem Badezimmer einer Studentenverbindung, um die Reaktion unwissender Menschen zu dokumentieren" — was eine Stufe von Wahnsinn offenbart, die bewundernswert ist.
Das Stinkymeat Project ist ein Klassiker des sinnlosen Internets, weil es nichts lehrt außer der Tatsache, dass jemand etwas getan hat, und dass diese Tatsache allein ausreicht, um es aufzuzeichnen und mit der Welt zu teilen. Es gibt keine Moral, keine Botschaft, keine versteckte Tiefe außer vielleicht der philosophischen Aussage, dass der Verfall des Körpers in der Sonne fotografiert werden sollte, weil es eben möglich ist. In einer Welt voller Websites, die dich etwas verkaufen wollen oder dir Aufmerksamkeit stehlen möchten, steht das Stinkymeat Project da wie ein Monument für völlige Zwecklosigkeit, und das ist sein größter Reichtum. Es ist eine Website, die dich absolut nichts unterrichtet außer der Tatsache, dass Fleisch unter der Sonne verfault — und das ist perfekt genug.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.