Lustige, kuriose & seltsame Seiten im Internet — kuratiert & auf einen Klick
Stell dir vor, du sitzt um drei Uhr nachts vor dem Bildschirm, dein Kaffee ist kalt, dein Verstand ist ein wild gewordener Gabelstapler, und irgendwo im Internet wartet eine Seite, die dich fragt, ob du diesen Mann kennst. Genau so betritt man thisman.org. Die Adresse ist schlicht, der Titel ein Schrei in Großbuchstaben: EVERY NIGHT THROUGHOUT THE WORLD HUNDREDS OF PEOPLE DREAM ABOUT THIS FACE. Hunderte Menschen träumen jede Nacht von diesem Gesicht, und du, der du bisher dachtest, deine Träume gehörten nur dir, bist plötzlich Teil eines globalen Gesichtsfestivals, das niemand bestellt hat. Die Seite ist ein digitales Dunkelzimmer, in dem ein einziges Porträt wie ein Geist an der Wand hängt.
Die Erzählung dahinter ist so übertrieben theatralisch, dass sie fast schon eine Opernarie verdient. Im Januar 2006 soll in New York die Patientin eines bekannten Psychiaters einen Mann gezeichnet haben, der immer wieder in ihren Träumen auftauchte, und dieser Mann habe ihr sogar Ratschläge für ihr Privatleben gegeben. Sie schwört, ihm nie begegnet zu sein. Man kann förmlich hören, wie ein Erzähler mit gedämpfter Stimme raunt, während im Hintergrund ein Cello die Spannung aufbläst. Du liest das, nickst ernst und fragst dich, ob du heute Nacht den Wecker stellen oder lieber das Licht anlassen solltest, nur für den Fall, dass dein eigener Traumnachbar aufkreuzt.
Die Gästebucheinträge sind das Herzstück dieses Kunstwerks der Verunsicherung. Ein gewisser Archie hinterließ dort im Oktober 2026 die Nachricht, er habe ihn gefunden, getroffen, und nichts sei mehr echt, der Mann verfolge ihn. Das ist die Art Eintrag, bei der du gleichzeitig lachst und ein kleines Frösteln im Nacken spürst. Denn genau das macht die Seite so herrlich unnütz: Sie ist ein leerer Raum, den das Internet mit eigenen Ängsten füllt, ein Spiegelkabinett aus Gerüchten, Scam-Prüfungen und Reddit-Threads, die sich fragen, was thisman.org eigentlich ist.
Und dann kommt die Entzauberung, die den Abend erst richtig komisch macht. Seriöse Prüfseiten verkünden, die Seite sei angeblich legitim und sicher, während andere Quellen sie als Hoax-Projekt entlarven und darauf hinweisen, dass es keinerlei Beleg dafür gibt, dass Tausende Menschen tatsächlich von diesem Mann träumen. Die einzige Quelle für diese Behauptung sind die Betreiber der Seite selbst, was in etwa so vertrauenswürdig klingt wie ein Hähnchenhändler, der beteuert, seine Hühner seien glücklich. Die Verkehrszahlen wiederum zeigen eine Seite, die mit einigem Stolz auf Platz 442.843 weltweit steht, was die Ehrfurcht vor dem Mysterium auf ein sehr bescheidenes Maß zurechtstutzt.
Am Ende bleibt dir ein Gesicht, eine Geschichte und die Erkenntnis, dass der Mensch offenbar nichts so sehr liebt wie ein ungelöstes Rätsel, das man ungestraft anstarren darf. thisman.org ist somit ein Denkmal der Nutzlosigkeit, errichtet aus Gruselgeschichte, Gästebuchpanik und dem unerschütterlichen Glauben, dass irgendwo da draußen jemand von dir träumt, dich berät und dir nachts den Schlaf raubt. Schließ den Browser, geh ins Bett und denk daran: Wenn du heute Nacht diesen Mann siehst, sag ihm bitte, dass du sein Porträt schon gesehen hast und lieber über deine eigenen Probleme sprichst.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.