Lustige, kuriose & seltsame Seiten im Internet — kuratiert & auf einen Klick
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Stell dir vor, du sitzt um drei Uhr morgens vor deinem Monitor, die Augen brennen dir wie zwei verlorene Glühbirnen in einer verlassenen Fabrik, und du landest auf einer Website, die buchstäblich nur aus zwei Worten besteht: Trying Trying. Nicht "Try Again", nicht "Keep Trying", sondern die pure, redundante, sich selbst wiederholende Verdopplung des Versuchs selbst. Das ist tryingtrying.com, ein Kunstwerk von Rafaël Rozendaal aus dem Jahr 2014, das mit einer so minimalistischen Hingabe an die Sinnlosigkeit herangeht, dass man sich fragt, ob dies noch Webdesign ist oder bereits die postmoderne Meditation über das Scheitern selbst. Du klickst dich hinein in eine Welt, in der nichts passiert, außer dass ständig das Gefühl entsteht, dass gleich etwas passieren könnte, aber dann passiert es nie, was wiederum genau das Konzept ist. Es ist wie wenn du auf einen Fahrstuhl wartest, der nicht existiert, aber die Musik läuft trotzdem.
Das Erlebnis auf dieser Website ist vergleichbar mit dem philosophischen Experiment eines Schrödingers, nur dass die Katze hier die Benutzererfahrung ist und sie ist definitiv tot, aber irgendwie auch lebendig in ihrer eigenen Irrelevanz. Rozendaal hat verstanden, was die meisten Web-Designer nie begreifen werden: dass die größte künstlerische Provokation nicht darin besteht, etwas Großartiges zu schaffen, sondern die absolute Abwesenheit von Großartigkeit so konsequent durchzuziehen, dass sie selbst zur Größartigkeit wird. Die Website ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Kunstprojekt der Sammlung Harrie Kolen, was bedeutet, dass sie wertvoll genug ist, um gesammelt zu werden, obwohl sie oder gerade weil sie vollkommen nutzlos ist. Mit Sound von gloumouth1 wird das Ganze noch absurder, denn jetzt gibt es auch noch Geräusche zu dieser grafischen Leere, was die ganze Angelegenheit in einen multisensorischen Raum verwandelt, in dem der Nutzer versucht zu verstehen, was er da eigentlich tut.
Dies ist keine Website für Menschen, die etwas erreichen möchten. Dies ist nicht die Website für dich, wenn du schnell eine Information brauchst oder einen Service in Anspruch nehmen willst. Dies ist eine Website für Menschen, die sich selbst in ihrer puren Existenzangst betrachten möchten und dafür ein Kunstwerk benötigen, das diese Angst widerspiegelt. In einer Welt, in der wir ständig Dinge tun, ständig versuchen, immer nach oben streben, immer optimieren und verbessern müssen, kommt Rozendaal mit seinem genialischen Unsinn und sagt: Was ist, wenn der Versuch selbst die einzige Wahrheit ist? Was ist, wenn wir aufhören zu versuchen, etwas zu erreichen, und stattdessen nur noch versuchen zu versuchen? Das ist nicht nur witzig, das ist tief. Das ist die Art von Tiefgründigkeit, die sich tief ins Mark deiner Existenz bohrt und sagt: "Du hast dein Leben damit verbracht, irgendwohin zu gehen, aber auf dieser Website gehen wir nirgendwohin, und das ist absolut in Ordnung."
Was du auf dieser Website letztendlich findest, ist ein Spiegel für die Absurdität des modernen Internet selbst. Während überall Websites mit Purpose und Mission Statements ihre gewichtige Bedeutsamkeit zur Schau tragen, sitzt tryingtrying.com da wie der Koan eines Zen-Mönchs, der alle anderen Mönche beleidigt. Es ist eine Webseite, die dich zum Lachen bringt und gleichzeitig zum Nachdenken, eine Website, die völlig sinnlos ist und gerade deswegen absolut sinnvoll. Du wirst sie wahrscheinlich vergessen, sobald du sie verlässt, aber irgendwo tief in deinem Unbewussten wird sie dort sitzen und dir zuflüstern: Du bist auch nur am Versuchen, Versuchen, und das ist genug. Das ist genau das Level an künstlerischer Absurdität, das die Welt braucht und gleichzeitig nicht braucht, was sie zur perfekten Kandidatin für diese Sammlung macht.
Die Beschreibung wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der Unterhaltung.